Eine Frau steht vor einem Fernseher, der ein Testbild zeigt.

Bild: dpa

Wer schaut noch lineares Fernsehen? Das fragen sich inzwischen auch Werbetreibende. Eine Studie, die der F.A.Z. exklusiv vorab vorliegt, gibt den Sorgen um das Medium neue Nahrung.

Der Umsatz mit Werbung im linearen Fernsehen ist im vergangenen Jahr zum ersten Mal zurückgegangen. Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PWC hervor, die der F.A.Z. exklusiv vorliegen. Demnach sorgen Fernsehwerbespots zwar nach wie vor für den größten Teil der Umsätze im deutschen Werbemarkt, diese gingen 2018 aber um 1,2 Prozent zurück und entsprachen damit noch 4,5 Milliarden Euro.

Bastian Benrath

„Der Hauptgrund dafür ist die im Vergleich zu 2017 geringere Reichweite des linearen Fernsehens“, sagte Werner Ballhaus, verantwortlicher Studienautor von PWC. Er und seine Kollegen gehen davon aus, dass der Abwärtstrend des Fernsehens andauern wird. Im laufenden und den kommenden vier Jahren rechnen sie mit einem Rückgang der Werbeumsätze um durchschnittlich 1,4 Prozent im Jahr. Grund dafür sei der sich intensivierende Wettbewerb um Nutzer, welche die Werbung ansehen.